Die Liebe und das Ego

Wer sich seiner eigenen Spiritualität widmet, wird wohl nicht drum herum kommen, die „geistige Liebe“ kennenzulernen. Auf geistiger Ebene ist eine Verbundenheit zu allem was ist spürbar. Die Herausforderung für uns Menschen dabei ist nur, diese Verbundenheit auch in Form der menschlichen Liebe auszudrücken.

Alle Gefühle, die uns davon abhalten, wahre Liebe an Mitmenschen weiterzugeben, entstammen aus dem Ego. Dazu gehören Gefühle wie Angst und Minderwertigkeit, welche die menschliche Nähe nicht zuzulassen, um nicht verletzt zu werden.

Jaja, immer ist es das „böse“ Ego

Ganz so ist es nicht. Denn in unserer Vergangenheit wurde dieser Schutzmechanismus in einer Notsituation heraus geschaffen, damit wir überleben konnten. Viele Kinder würden das Seelenleid sonst nicht aushalten können. Diesem Schutzmechanismus des Egos können wir also dankbar sein, dass er uns das Überleben durch die Kindheit hinweg gesichert hat.

Heute, wo wir erwachsen sind, lebt kaum einer mehr in solch einer „Notsituation“, um die Ego-Strukturen aufrecht erhalten zu müssen. Es ist so, dass wir mit dem Ego-Schutz kaum verletzt werden können. Weil wir uns in der Liebe jedoch nicht voll fallen lassen, kommen wir auch nicht in den Genuss der Liebe.

Als erwachsene und bewusste Menschen können wir uns also überlegen, ob wir der „Angst vor der Liebe“ mutig begegnen wollen, um uns auch in diesem wundervollen Bereich des Lebens weiterzuentwickeln.

Im Blog findest du einen neuen Artikel mit einem Interview von mir und meiner Freundin mit Martina und Oliver, das sich genau diesem Thema widmet: „Spirituelle Partnerschaft: Wie kann man sich in einer Liebesbeziehung so richtig kennenlernen?“.

Um die Liebe im Leben mehr zuzulassen, ist es natürlich gut, dies mit dem Vertrauen in seine Mitmenschen zu üben. Aber auch nur das Erkennen des Egos bringt mehr Bewusstheit über das eigene Ich mit seinem Denken, Fühlen und Handeln.

Ich habe mich eine Zeit lang dank der Inspirationen von Eckhart Tolle auch intensiv mit meinem Ego beschäftigt, vieles reflektiert und erkannt. Ich wurde dabei zu einem ganz neuen Menschen, der ich viel lieber sein möchte 🙂

Und entstanden ist dabei bisher auch der LebeBlog und das Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“, in dem ich genau von diesem Weg erzähle: „Wie ich mich selbst erkenne; wie ich Vertrauen und Liebe zu mir und zum Leben gewinnen kann.“

In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen schönen, sonnigen Tag!